Schweden Lupus 2024

Jugendarbeit in Waldbronn - Seit 1979

Anreise:
Nach der Verabschiedung fuhren wir am Karlsruher HBF mit dem ICE in Richtung Hamburg ab. Lenny baute sich mit Nico ein Schachbrett aus Münzen und Papier, während wir uns lautstark um den Platz unserer Füße zofften. Den Rest der Fahrt verbrachten wir hauptsächlich mit Trübsalblasen, Schlafen und Langeweilen. Im Hamburger HBF waren über drei Rolltreppen kaputt, weswegen wir einige Zeit später völlig verschwitzt in einem Regionalzug weiterfuhren, der bis oben hin mit Menschen zugestopft war, weshalb es schnell recht eng und stickig wurde. Am Rostocker HBF wurden wir bereits von einem Taxi erwartet, da dort die öffentlichen Verkehrsmittel Richtung Hafen zu diesem Zeitpunkt nicht gefahren sind und wir sonst unsere Fähre verpasst hätten. Das Taxi fuhr uns direkt zur Anmeldung für die Fähre und von dort ging es dann mit dem Bus zum Schiffchen. Der Busfahrer (typisch Deutscher Meckerfranz) schnauzte uns während der Fahrt an, dass wir bitte alle bis zum Anschlag gefüllten Wanderrucksäcke in das Gepäckablagefach quetschen sollen für 2 Minuten Fahrt. Auf der Fähre begannen dann die eigentlichen Ferien für mich. Wir übernachteten auf Deck 7 unter einer Treppe, meiner Meinung nach ein guter Platz, wäre es nur nicht so warm gewesen. Neben uns schliefen auch noch andere Personen auf den Stühlen und Bänken, diese hatten es sich dort mit Kissen gemütlich gemacht. Die Reise auf der Fähre verlief leider ruhiger als gedacht, da Nico und Lenny darauf bestanden, dass wir nur unter Aufsicht an Deck gehen durften. Was aber cool gewesen ist war der rote Mond, den man vom Sonnendeck besonders gut betrachten konnte. Die restliche Nacht versuchten wir mehr oder weniger zu schlafen. Nico und Lenny wechselten sich mit dem aufpassen ab, wobei sie allerdings beide immer wieder dem Sekundenschlaf verfielen, da sie auch mega müde und erschöpft waren. Am nächsten Morgen kamen wir dann schon bereits im Morgengrauen in Schweden an.
~Leo

Tag 2: Wir wurden von einem Bus von der Fähre abgeholt und aßen in einem Park eine Kleinigkeit, bevor wir zum Bahnhof gegangen sind um auf den Zug zu warten. Während der Wartezeit haben manche geschlafen und ihre Trinkflaschen gefüllt. Als der Zug kam stiegen wir ein und suchten uns einen Sitzplatz. Im Zug roch es sehr stark nach nassem Hund und es war sehr kalt, aber das hielt uns nicht davon ab noch ein wenig zu schlafen. Direkt am Bahnhof an dem wir ankamen war ein schöner Park mit Bänken, in dem wir das frisch gekaufte Baguette von Lenny und Nico genossen. Dabei fütterten wir eine verletzte Krähe und ihre Freunde. Danach gingen wir auf Gleis 6, wo wir auf unseren nächsten Zug warteten. Mit diesem Zug fuhren wir ein ganz schönes Stück Richtung Norden. Nachdem wir am nächsten Bahnhof ankamen mussten wir in einem Park warten bis Lenny und Nico mit dem Einkauf zurück kamen. In dieser Zeit bauten wir Boote und ließen sie im Brunnen des Parkes schwimmen. Als Nico und Lenny vom Einkaufen zurück kamen liefen wir los jedoch leider unbemerkt einen Kilometer in die falsche Richtung. Durch den von Lenny angekündigten Regen mussten wir unsere Regenponchos überziehen. Daraufhin liefen wir in die richtige Richtung durch Industriegebiet in den Wald hinein auf den ersten von uns gewählten Laufabschnitt des Bohusleden. Nach ein paar Stunden und 9 Kilometern kamen wir an der ersten Hütte unserer Wanderroute an und packten unsere Sachen aus. Nachdem wir uns in unserer Hütte eingerichtet hatten, holten wir Holz und machten ein Feuer um Käsenudeln zu Kochen. Nach dem ersten anstrengenden Tag fielen wir müde in unsere Schlafsäcke und schliefen ein.
Hannah & Lena

Tag 3:
Nach einer langen und erholsamen Nacht weckte uns die Sonne die fast schon im Zenit stand. Während des Aufräumens gesellte sich eine Frau und ihr Kind zu uns. Die zwei Hunde die sie dabei hatte, waren recht zutraulich, weshalb einer mit mir kuschelte. Währenddessen aßen wir Brot. Danach brachen wir auf. Nach etwa 7 Kilometern kamen wir an. Nachdem wir angekommen sind suchten wir uns einen Schlafplatz, diese Nacht würden wir somit unter offenem Himmel verbringen neben einer Feuerstelle, auf einem Berg ganz in der Nähe eines Sees. Nach dem ausräumen wollten Leo und ich unbedingt die Füße ins Wasser heben. Dabei fiel er allerdings um und wurde ganz Nass. Alfred und ich machten uns auf den Weg Brot nachzukaufen. Zurück angekommen aßen wir Gnocchis. Ein paar fielen dabei in die Asche aber die Kids aßen diese auch mit Asche. Danach ging es recht schnell ins Bett.
~Lenny
PS: Alfred war an dem Tag 4 mal scheißen und Leo hat den halben Tag Blätter gefressen während Hannah und Lena Frösche sammelten

Tag 4:
Nach dem Frühstück sind wir unmotiviert in den 13 km Weg gestartet. Bei einer Pause schickte uns Lenny und Nico Wasser holen. Wir liefen erstmal 500m an der Straße entlang und danach, als wir nichts fanden, 500m in die andere Richtung. Dort kamen wir an ein Haus bei dem die Tür offen war, ein Auto da stand und keine Person darin lebte. Wir liefen danach also nochmal in die andere Richtung um bei einer netten Frau stinkendes Moorwasser zu bekommen. Nach einer langen Wanderung sind wir an einer Styga angekommen, bei der Nico aufs Klo musste und Lena tonnenweise Moos in den See warf (schiss). Wir sind danach gleich ziemlich schnell weiter gelaufen weil wir dachten das ein Paar Leute auch zum KATAN wollten. Als wir an der Hütte ankamen, sprangen wir in den See und aßen zu Abend. Danach sind wir eingeschlafen.
~Alfred

Tag 5: Diese Tag began wie jeder andere bis auf den Fakt das wir heute den ersten Ruhetag hatten und uns das Brot ausging, deshalb gingen Lenny und Alfred Richtung Uddevalla um Besorgungen zu kaufen, wobei sie hofften, dass ein Auto sie mitnehmen würde, auf einer Straße wo höchstens 2 mal am Tag ein Auto lang fuhr. Als dieser Plan fehlschlug machte sich Lenny alleine per Fuß auf den Weg. Währenddessen gammelten wir, wie an einem Ruhetag üblich, hauptsächlich rum, wuschen uns und kochten jede Menge Wasser ab.
Als Lenny gegen 18 Uhr wieder bei uns eintraf, fingen wir an das Abendessen zu kochen, denn Lenny hatte Dosenravioli mitgebracht, was auch eine leckere Abwechslung zu Brot war. Der restliche Abend verlief recht still. Lenny las den Kids noch etwas aus Skaterherz vor und ich schmiss den Kamin an. Danach sind alle recht schnell eingeschlafen.
~Nico