Elternfahrt 2017

Durch die vielen begeisterten Rückmeldung der letzten Elternfahrt vor zwei Jahren haben wir uns entschlossen dieses Jahr wieder eine zu veranstalten. Bei einer Elternfahrt handelt es sich um eine kurze, meist ein oder zwei Tage dauernde, Fahrt, bei der den Eltern gezeigt wird, wie das Leben auf Fahrt bzw. generell bei den Pfadfindern ist. Dieses Jahr wurde sind wir den Samstag gewandert, haben in einem Wäldchen übernachtet und sind am nächsten Tag zu unserem Pfingstlager dazugestoßen, wo der letzte Abend verbracht wurde. Um einen kleinen Eindruck von der Fahrt zu bekommen werden hier die Impressionen von zwei Eltern über die Fahrt dargestellt:

„Ich wache auf. Endlich hat es aufgehört zu regnen. Außer Vogelgezwitscher und dem sanften Tropfen von den Blättern auf die Bahnen der Kohten, höre ich nur ein leises schnarchen aus dem Nachbarzelt. Die Blase drückt und mein Rücken verlangt nach sanfter Bewegung. Neugierig steige ich aus der Kohte. Mal sehen, wie unser kleines Lager mitten im Wald das Gewitter heute Nacht überstanden hat. Die Kohten stehen super (dank Marc und Hanna), die Feuerstelle ist nach dem Regen leider nicht bereit Kaffeewasser zuzubereiten. Der kleine Bach in 50m Entfernung hat netterweise etwas an Wasser zugelegt, so dass ich mich dort bequem frisch machen kann.
Aus Richtung des Tafelweiers höre ich jetzt ein Froschkonzert. Mit dem nassen Gras an meinen Füßen komme ich mir so entspannt weit weg vor von meinem Alltag. Wieder zurück an der Feuerstelle sind zwei weitere verschlafene Gestalten aus den Kohten aufgetaucht. Hat einer ne Uhr? Wie spät ist es wohl? Halb elf! Waaaaassss?
Den Kaffee verschieben wir in das nächste Gasthaus. Wir frühstücken und packen. Zum Glück bleibt es trocken. Nass wiegen die Baumwollebahnen der Kohten gefühlt das doppelte. Wir sind fast fertig, von der Feuerstelle ist nichts mehr zu sehen, als wir ein Auto durch den Wald fahren hören. Wir brechen auf.“  -Chrissi

 

„Endlich wieder auf Tour mit den Pfadis: Freiheit, wir grüßen Dich!
Mit schwerem Rucksack, nassgeschwitzt aber glücklich auf wunderbarer Lichtung mit nahem Moorwasserbächlein, ließen wir uns nieder, sangen ein paar Lieder in der Nacht, bis das Gewitter krachte. Wir trotzten Wind und Wetter mit Mau-Mau-Spiel und Gelächter und schliefen danach wunderbar auf dem weichen Moosbett.

Weil das Holz nass war, ging es (leider) ohne Kaffee weiter durch wunderbare Landschaft und über verschlungene Pfade zum Lagerplatz des Jungvolks. Dort wurden wir von fröhlichen Kindern und Gruppenleiterinnen und -leitern mit leckeren Käse-Sahne-Tortellinis empfangen. Ein spannendes und kreatives Geländespiel hielt uns weiter in Bewegung, für die Unersättlichen gab es noch gallische Bulldogge, ein Spiel, das lustig anzusehen ist. Wir hatten jedenfalls viel Spaß dabei. Nach dem Abendessen durften wir die Singerunde inclusive leckerem Tschai genießen, teilweise noch bis in den Schlaf hinhein.

Viel zu schnell waren wir schon wieder auf dem Heimweg, der dank unserer geistreichen Gespräche sehr kurzweilig war.

Wir freuen uns auf das nächste Mal und danken ganz herzlich unseren Elterngruppenleiterinnen und -leitern für ihre Bereitschaft, uns zu begleiten und zu leiten. Wir haben uns sehr wohl gefühlt. Im Geiste spinnen wir schon die Idee von einer Älteren-Elternfahrt 😉

Gut Pfad!“

Anita und Angelika