Haus und Hütte

Unser Haus

Unser Pfadfinderhaus findet man im Ortskern in Waldbronn-Reichenbach.

Dort finden in der kalten Jahreszeit die Heimabende statt. Dann treffen sich die Gruppen dort um zu spielen, zu basteln, zu kochen, oder um einfach nur rumzutollen.

Am Haus finden ebenfalls unsere Gruppenleiterrunden und überbündische Aktivitäten statt.

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Der Hüttenbau

Im April 1994 brannte unsere alte Hütte ab, und sofort begannen wir mit den Planungen für den Wiederaufbau. Zunächst wollten wir die Hütte am selben Ort wieder aufbauen. Doch gegen diesen Standort gab es Sicherheitsbedenken von Seiten der Forstbehörde. Nicht ganz zu Unrecht, denn bei Herbststürmen waren in der Vergangenheit häufig Bäume mitunter nur wenige Meter von der Hütte entfernt umgestürzt.
Und so begann unsere Odyssee der Standortsuche auf Waldbronner Gemarkung. Mehrfach setzten wir uns mit Vertretern von Gemeinde, Forstamt und Naturschutzbehörde an einen Tisch oder besichtigten mögliche Standorte. Seit 1994 stellten wir drei vergebliche Bauanträge oder machten Bauvoranfragen. Aber überall gab es Hinderungsgründe und trotz größtem Wohlwollen von allen Seiten wollte sich einfach kein genehmigungsfähiger Standort finden lassen.
Schließlich begannen wir auf Karlsbader Gemarkung zu suchen. Immerhin kommen ja rund 40% unserer Mitglieder aus Karlsbad. Und so konnten wir schon bald zwei Grundstücksbesitzer ausfindig machen, die bereit waren, ihre Grundstücke an der Gemarkungsgrenze zu Reichenbach zu verkaufen. Von großer Hilfe war dabei die Gemeinde Karlsbad, die einem der Besitzer ein vergleichbares Ersatzgrundstück zum Kauf anbot.

Nachdem die Naturschutzbehörde und der Karlsbader Gemeinderat grünes Licht gegeben hatten und wir uns auch über den Grundstückspreis einiggeworden waren, konnte dann schließlich viereinhalb Jahre nach dem Hüttenbrand mit dem Neubau begonnen werden.

Von da an ging alles sehr schnell. Im Herbst 1997 begannen die Rohbauarbeiten, die wir mit dem Geld der Versicherung der alten Hütte von der Firma Siffermann ausführen ließen. Schon im Dezember konnte von uns das Dach gedeckt werden, und durch die Spende des Lionsclubs wurden noch vor Weihnachten die Fenster eingebaut. Unter Mückes Leitung wurde die Elektroinstallation verlegt, und nachdem die Firma Schroth die Innenwände fast zum Selbstkostenpreis verputzt hatte, begannen wir mit den Innenausbauarbeiten. Florian organisierte das Fliesenlegen, und in den Osterferien 1998 verlegten wir den Holzdielenboden. Damit war die Hütte innen schon fast fertig und konnte für Gruppenstunden genutzt werden.
Im Sommer wurden von uns noch die Außenverschalung angebracht sowie die Sitzbänke im Vorbau montiert. Und so konnten wir schließlich im September 98 zur Hütteneinweihung einladen.

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Unsere alte Hütte

Viele der heutigen Bundesmitglieder haben sie nie kennengelernt. Dennoch war die alte Hütte 14 Jahre lang ein wichtiges Zentrum des Bundeslebens. Mehrere Pfadfindergenerationen haben hier ihre Heimabende verbracht. Mit viel Liebe, Engagement und großem Zeitaufwand wurde sie vor 20 Jahren selbst aufgebaut, eingerichtet und immer wieder renoviert.
Deshalb soll sie nicht in Vergessenheit geraten, und an dieser Stelle noch einmal erwähnt werden.
Die Hütte, eine ehemalige Fertigteilbaubaracke der Firma Züblin, stand zunächst als Tennisheim im Reichenbacher Kurpark. Als sich der Tennisverein ein neues Domizil schuf, wurde die Hütte frei. Die Gemeinde Waldbronn überließ uns die Hütte kostenlos unter der Bedingung, dass wir sie selber abbauten, abtransportierten und im verlängerten Neubrunnenschlag wieder aufbauten. Dies war im Winter 1979/80.
Bis 1988, dem Kauf des Bundeshauses, war sie der einzige Gruppenraum für alle unsere Gruppen. Von 1988 an war sie dann wegen ihrer idealen Lage im Wald vor allem Treffpunkt für die Meuten und jüngeren Sippen.
Renoviert werden musste an dem doch recht feuchten Standort des öfteren das Dach. Die letzte große Bauaktion war 1991, als der Dachstuhl komplett erneuert wurde und die Hütte einen schönen neuen Holzdielenboden erhielt.
Nach 1991 wurde dreimal versucht, die Hütte anzuzünden: Das erste Mal wurde ein brennender Lumpen durch das Ofenloch in die Hütte geworfen, wo er jedoch auf einem gefliesten Teil landete und außer viel Ruß keinen Schaden anrichtete. Das zweite Mal wurde versucht, mit Benzin die Hütte von außen anzuzünden. Benzin floß auch unter die Hütte und verursachte einen Schwelbrand, der rechtzeitig in den frühen Morgenstunden von einem Spaziergänger bemerkt wurde. Die Feuerwehr sägte damals einfach das schwelende Stück Wand von ca. 2×2 Metern aus der Hütte. Beim dritten Versuch im April 1994 wurde mit einem Bolzenschneider eine Fensterverriegelung aufgetrennt und vermutlich die in der Hütte befindlichen Matratzen in Brand gesteckt. Als das Feuer bemerkt wurde und die Feuerwehr vor Ort war, schlugen die Flammen bereits aus den Fenstern und die Hütte war nicht mehr zu retten.
Wer hinter dem Brandanschlag steckt, konnte bis heute nicht in Erfahrung gebracht werden.